neuronenfeuer

Unser Fortschritt – unsere Zukunft

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Was bedeutet Wissenschaft?

Erstellt von neuronenfeuer am 12. März 2011

Ich möchte in diesem Artikel einmal eine kleine Hommage an die Wissenschaft zum Besten geben, indem ich schreibe, was sie für mich und eigentlich auch für uns alle bedeutet.

Nun, was bedeutet Wissenschaft zunächst im objektiven Sinn?

Dem Erwerb von Wissen liegt zunächst einmal die Neugier und eine Beobachtung  zu Grunde. Wir wollen wissen, warum und wie etwas funktioniert. Der Grund:  Wenn wir wissen, wie oder warum etwas funktioniert, kann das (in den meisten Fällen) zum Positiven beitragen. Wir bekommen Vorteile, nicht nur wie selbst, sondern wenn wir dieses Wissen teilen, haben wir als Spezies alle etwas davon. Die Wissenschaft sichert unsere Überleben als ganzes.

Wie viele Dinge wären ohne sie heute nicht möglich? Wie viele Dinge würden uns heute noch verborgen sein?

Wenn wir lernen, die Welt um uns herum zu verstehen, lernen wir, uns selbst zu verstehen.
Dabei müssen wir beobachten, untersuchen, Schlussfolgerungen ziehen. Aber wir müssen unsere Ideen auch anpassen, sie verbessern. Das ist das wissenschaftliche Arbeiten und die Anpassung der Ideen ist notwendig. Wir haben in der Geschichte allzu oft gesehen, was passiert, wenn eine offensichtlich falsche Idee zu lange am Leben ist.

Aber vor allem müssen wir auch die Menschen erreichen. Wir müssen Aufklärungsarbeit leisten, die Menschen auf den aktuellen Kenntnisstand bringen. Und dabei muss man sich nicht einmal schämen, wenn man etwas nicht weis. Es gibt soviele Dinge, die ich nicht weis. Wir müssen Fragen stellen und wir dürfen auch Fragen stellen. Das ist das Wesen der Wissenschaft, sie lebt davon, dass kritische Fragen gestellt werden. Nur so bleibt die Dynamik und der Fortschritt erhalten!

Sobald wir aufhören, diese Fragen zu stellen, sind wir ungeschützt gegenüber verrückten Ideen, empfänglicher für Unsinn und Ideologien. Daher ist es wichtig, mitzudenken und aktiv beizutragen. Im Gegenzug bekommen wir so viel von der Wissenschaft zurück. Sie erlaubt uns Energien zu nutzen, Krankheiten zu heilen, unsere körperlichen Grenzen zu überwinden, miteinander zu kommunizieren und die Welt auf allen Ebenen zum Positiven zu verändern.

Danke dafür und an alle, die zu diesem großartigen Abenteuer beitragen!

———————Video: Was die Wissenschaft für mich bedeutet——————————————

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Über Technologie in der Kindheit

Erstellt von neuronenfeuer am 21. Dezember 2010

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich in einem Prospekt einen Laptop für Kinder gesehen, auf dem verschiedene Programme und Spiele installiert waren, um Dinge spielerisch zu lernen. Nun, zuerst dachte ich es handle sich dabei um einen dieser billigen Plastik-Notebooks, auf dem dann 10 primitive Spiele drauf sind und der sonst nur nervige Piepstöne von sich gibt.

Weit gefehlt!

Ein Blick auf die Systemspezifikationen zeichneten den Laptop mit über 100 vorinstallierten Programmen, welche alle geläufigen Schulfächer abdeckten, basierend auf einem MacOS, mit integriertem USB-Anschluss für externen Speicher und 1 GHz Single-Core Prozessor aus.

(Man beachte, dies ist ein Kinder-Laptop, ausgeschrieben für ab 5 -6 Jahren)

Darauf hatte ich mich sofort an meine Kindheit erinnert. Unser erster Computer, welchen ich so mit ca. 7 Jahren auch benutzen konnte, hatte einen 10 MHz Prozessor, den man auf Knopfdruck noch auf 25 MHz hochtakten konnte.
Da kam in mir die Frage auf:

Muss das alles sein? Kindern mit 5 oder 6 Jahren Laptops zu schenken und spätestens mit 10 das Mobiltelefon?

Um diese Frage einmal kritisch zu betrachten müssen wir uns dem wissenschaftlichen Fortschritt bewusst werden und mit welcher enormen Geschwindigkeit er von statten geht.
Bezüglich der Komplexität integrierter Schaltkreise verdoppelt sich nach dem Moore’schen Gesetzt (vgl. Moore’s law) die Leitung von Computerchips alle 18 Monate bis 2 Jahre, bis eine ultimative, physikalische Grenze der Integration erreicht ist.

Rechenoperationen pro Sekunde pro 1000 $ über Jahre aufgetragen

—————————-Bildquelle: Wikipedia———————————————————————-

In ähnlicher Form lässt sich dieses Modell auch allgemein auf den wissenschaftlichen Fortschritt übertragen. Auch wenn man an dieser Stelle die Kritik äußern könnte, dass die Leistungskurve  durch die eben erwähnten physikalischen Grenzen einen Knick bekommen wird, so muss man auch sehen, dass es in gewisser Weise ja unendliche viele Wissenschaftszweige geben kann, auch solche, von denen wir heute noch garnicht wissen. So wird eventuell die technologische Entwicklung zweitweise gebremst, es tun sich aber mit der Zeit auch neue Zweige und Alternativen auf, den wissenschaftlichen Fortschritt weiterzuführen.
Ein gutes Beispiel ist eine Anekdote von Max Planck, der Vater der Quantentheorie. Als Planck ein junger Mann war, hatte er sich sehr für das Studium der Physik interessiert. Jedoch hat ein damaliger Physikprofessor Planck davon abgeraten, Physik zu studieren, da bereits alles erforscht sei und höchstens noch Verbesserungen bewerkstelligt werden könnten. Witzigerweise war es genau Planck, der den Grundstein zur Quantentheorie legte, welche heute ein integraler Bestandteil der modernen Physik ist. Dieses Beispiel verdeutlicht, wieviel Wissen es noch geben muss, was wir noch nicht entdeckt haben. Dabei ist die Physik nur ein Beispiel unter vielen und natürlich alleine für sich schon beliebig kompliziert.
Was bedeutet diese Tatsache jedoch für unsere Kinder, die mit dieser rasanten Entwicklung aufwachsen?
Unsere Kinder können mit dieser Entwicklung nur mithalten, wenn sie früh genug, aber kontrolliert mit Wissenschaft und Technologie in Kontakt kommen. Aus diesem Blickpunkt scheint die zu Anfang gemachte Feststellung gar nicht so verwerflich. Denn unsere Kinder werden es sein, die mit dieser Technologie umgehen müssen und das werden sie nur, wenn sie es früh genug lernen. Das praktisch und kontrolliert zu vermitteln, wird Aufgabe der Schulen und Eltern sein.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich nicht so früh mit Computern beschäftigt hätte, nicht schon früh mir selbst beigebracht hätte, wie man einen Computer aus seinen Bestandteilen zusammenbaut und welcher Teil für was zuständig ist, würde ich heute über ein so großes technischen Wissen verfügen? Würde ich mir heute mit Leichtigkeit neue Technologien aneignen und überhaupt noch mithalten können?

Ich bin froh, dass ich frühzeitig die Möglichkeit hatte, mich damit auseinanderzusetzen und ich bedaure diejenigen, die diese Möglichkeit nicht hatten. Wie auch immer, dieses Thema bedarf wohl einer längeren Diskussion, die somit eröffnet ist. Zum diskutieren bitte die Kommentarfunktion unten verwenden.

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