neuronenfeuer

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Archiv für die 'Ökologie/Umwelt' Kategorie

Klimakonferenz in Durban

Erstellt von neuronenfeuer am 11. Dezember 2011

Eine weitere, ergebnislose Runde des Klimagipfels – zuletzt im südafrikanischen Durban – ging malwieder zu Ende. Wie zu erwarten war, widersetzen sich die beiden großen Umweltverschmutzer China und USA weiterhin, verbindliche und allgemeingültige Umweltschutzbestimmungen zuzustimmen. Weitere, aufkommende Schwellenländer sind Brasilien und Indien.

Spiegel Online” zufolge berufen sich die Schwellenländer auf “ihr Recht auf wirtschaftliche Entwicklung”. Genau dieses Verhalten ist das Paradebeispiel, nichts aus den Fehlern und Problemen der schon entwickelten Industrienationen gelernt zu haben. Denn schließlich haben diese die selbe Entwicklung durchgemacht und konnten schon genügend Erfahrung sammeln, um umweltbelastende Herangehensweisen zu vermeiden. Wie immer wurden auch in dieser Konferenz hohe Ziele gesteckt, nur wenige bis garkeine wurden erreicht. Der finale Beschluss der Klimakonferenz ist effektiv, dass es keine weiteren, verbindlichen Klimaabkommen bis 2020 geben wird.
Fassen wir also kurz zusammen, welchen Eindruck diese Klimakonferenz auf einen informierten Durchschnittsbürger haben könnte:

Es wird also ein rießiger, bürokratischer Aufwand betrieben, um die Klimaverantwortlichen aller Länder, Minister, Staatschefs und viele mehr an einem Ort zusammenzubringen. Diese Klimaverantwortlichen beschließen dann in einer sogenannten “Konferenz” (von lat.: confero, d. h. zusammentragen, vergleichen),  dass es angesichts der fortschreitenden Umweltprobleme besser ist,  dass man bis zum Jahr 2020 doch lieber nichts ändert und anschließend noch besprochen wird, wann und wo man sich das nächste Mal trifft.  Da könnte man doch langsam den Eindruck bekommen,  dass dort nur Terminkalender verglichen werden, anstatt Untersuchungsergebnisse zur Klimaforschung. Deshalb möchte ich nun folgende, rhetorische Frage stellen:

Habt ihr eigentlich noch alle Tassen im Schrank?

Das Kyoto-Protokoll – Kurve kriegen oder sinnlos sterben?

Am 11. Dezember 1997, also genau heute vor 14 Jahren wurde das sogenannte Kyoto-Protokoll beschlossen, welches für alle Industrienationen Richtlinien und Richtwerte zur Verminderung von Treibhausgasemissionen verbindich festlegen sollte. Dabei wurde das Augenmerk vorallem auf die Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Stickoxide gelenkt. Tatsache ist leider, dass der Austoß dieser Gase seit Beschluss des Protokolls ungehindert angestiegen ist. Und hier ist nochmals zu betonen, dass diese Gase nicht nur das Klima schädigen, sondern insbesondere auch Stickoxide für tierisches ( und damit auch menschliches) Leben toxisch ist. Angesichts dessen, dass das Kyoto-Protokoll 2012 ausläuft und es nur minimale bis garkeine Erfolge über seinen Existenzzeitraum gebraucht hat, ist das aktuelle Ergebnis der Klimakonferenz in Durban ausserodentlich peinlich.

Kritik verbindlicher Klimaziele

Betreffend vieler erfolgsloser Klimagipfel könnte man folgende Kritik an dem Versuch üben, überhaupt verblindliche Klimaziele einzelnen Nationen auflegen zu wollen. Denn was bringt es schon, wenn ständig Regeln beschlossen werden, die von den eigenen Urheberstaaten nicht eingehalten werden können? Das Problem liegt vielmehr darin, dass die Thematik in den Köpfen der Menschen keine Einzug gefunden hat, denn dort war die Erde schon immer da und wird es auch unverändert bleiben.
Des Problems Lösung sollte eigentlich vielmehr darin bestehen, ökologische Grundgedanken und Verhaltensmuster zu verinnerlichen. Es sollte selbstverständlich sein, dass wenn man Schadstoffe ausstößt und, wie der Name ja schon sagt, anderen Schaden zufügt, diese Schadstoffe um jeden Preis zu minimieren und dafür nunmal etwas Profitmarge zu opfern.

Keep thinking!

Michael Holz

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Der hydroponische Garten

Erstellt von neuronenfeuer am 9. Dezember 2011

Nach einer viel zu langen Pause  möchte ich nun malwieder anfangen und auch gleich mit dem folgenden Thema einsteigen:

Der hydroponische Garten

Entgegen der konventionellen Landwirtschaft werden beim Konzept der hydroponischen Gärten (engl. hydroponics) Nutzpflanzen nicht in einem normalen Boden eingepflanzt, sondern in einem anorganischem Substrat, bzw. eingetaucht in einer entsprechenden Nährlösung gezogen. Verfolgen wir einmal die Idee, mittels hydroponischer Gärten die konventionelle Landwirtschaft weitestgehend zu ersetzen:

Größere Städte bekommen mit ihrem eigenen fortschreitenden Wachstum das Problem, immer mehr Nahrungsmittel aus ländlichen Gebieten für die Stadtbevölkerung importieren zu müssen. Dies verursacht nicht nur zusätzliche Nahrungsmitteltransporte, welche sich negativ auf Kosten und Umwelt auswirken, sondern auch zusätzlichen logistischen Aufwand. Doch was wäre, wenn wir mitten im Herzen der Städte alle Nahrungsmittel anbauen könnten, welche die ansässige Bevölkerung benötigt?

Intelligent geregelte hydroponische Gärten könnten diese Aufgabe übernehmen und zuverlässig ausführen.Diese Methode erscheint auf den ersten Blick zwar kostenintensiv und technologisch aufwändig, bringt aber einige Vorteile mit sich:

  • Durch die kontrollierten Umweltbedingungen kann der Wachstumsprozess der Nahrungsmittel bis zur Ernte hin optimiert werden. (Licht, Temperatur, Nährstoffe, Bewässerung)
  • Durch die völlig abgeschottete Biosphäre ist eine Befallswahrscheinlichkeit von Pflanzenschädlingen minimal, wodurch keine Notwendigkeit von Schädlingsbekämpfungsmitteln mehr besteht.
  • Stromverbrauch kann mit heutiger Beleuchtungstechnik minimiert werden. Pflanzenwachstum ist zu jeder Tages- und Jahreszeit möglich.
  • Intelligente Regelsysteme können Nährstoffe und Wasser individuell für jede Pflanzenart dosiert werden, was enorme Mengen an Wasser einspart und zusätzliche Düngung unnötig macht (s. Aeroponics). Wassereinsparung bis zu 80 % gegenüber konventioneller Landwirtschaft.

Errichtet man nun hydroponische Gärten in Hochhäusern, so werden rießige Nutzflächen zur Nahrungsmittelproduktion erzeugt (vertical farming). Und das mitten in einer Stadt!
All dies ist ohne große Personalmengen möglich, da nahezu der gesamte Wachstumsprozess inklusive der Ernte voll automatisiert werden kann. Wir sehen also, dass die von uns verfolgte Idee durchaus ungeahnte Vorteile mit sich bringt und aufkommende Probleme elegant lösen kann. So lässt sich auf Dauer die gesamte konventionelle – und sehr viel belastendere- Landwirtschaft ersetzen.

Beispiel einer "Vertical Farm"

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