neuronenfeuer

Unser Fortschritt – unsere Zukunft

Archiv für Dezember, 2010

Über Technologie in der Kindheit

Erstellt von neuronenfeuer am 21. Dezember 2010

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich in einem Prospekt einen Laptop für Kinder gesehen, auf dem verschiedene Programme und Spiele installiert waren, um Dinge spielerisch zu lernen. Nun, zuerst dachte ich es handle sich dabei um einen dieser billigen Plastik-Notebooks, auf dem dann 10 primitive Spiele drauf sind und der sonst nur nervige Piepstöne von sich gibt.

Weit gefehlt!

Ein Blick auf die Systemspezifikationen zeichneten den Laptop mit über 100 vorinstallierten Programmen, welche alle geläufigen Schulfächer abdeckten, basierend auf einem MacOS, mit integriertem USB-Anschluss für externen Speicher und 1 GHz Single-Core Prozessor aus.

(Man beachte, dies ist ein Kinder-Laptop, ausgeschrieben für ab 5 -6 Jahren)

Darauf hatte ich mich sofort an meine Kindheit erinnert. Unser erster Computer, welchen ich so mit ca. 7 Jahren auch benutzen konnte, hatte einen 10 MHz Prozessor, den man auf Knopfdruck noch auf 25 MHz hochtakten konnte.
Da kam in mir die Frage auf:

Muss das alles sein? Kindern mit 5 oder 6 Jahren Laptops zu schenken und spätestens mit 10 das Mobiltelefon?

Um diese Frage einmal kritisch zu betrachten müssen wir uns dem wissenschaftlichen Fortschritt bewusst werden und mit welcher enormen Geschwindigkeit er von statten geht.
Bezüglich der Komplexität integrierter Schaltkreise verdoppelt sich nach dem Moore’schen Gesetzt (vgl. Moore’s law) die Leitung von Computerchips alle 18 Monate bis 2 Jahre, bis eine ultimative, physikalische Grenze der Integration erreicht ist.

Rechenoperationen pro Sekunde pro 1000 $ über Jahre aufgetragen

—————————-Bildquelle: Wikipedia———————————————————————-

In ähnlicher Form lässt sich dieses Modell auch allgemein auf den wissenschaftlichen Fortschritt übertragen. Auch wenn man an dieser Stelle die Kritik äußern könnte, dass die Leistungskurve  durch die eben erwähnten physikalischen Grenzen einen Knick bekommen wird, so muss man auch sehen, dass es in gewisser Weise ja unendliche viele Wissenschaftszweige geben kann, auch solche, von denen wir heute noch garnicht wissen. So wird eventuell die technologische Entwicklung zweitweise gebremst, es tun sich aber mit der Zeit auch neue Zweige und Alternativen auf, den wissenschaftlichen Fortschritt weiterzuführen.
Ein gutes Beispiel ist eine Anekdote von Max Planck, der Vater der Quantentheorie. Als Planck ein junger Mann war, hatte er sich sehr für das Studium der Physik interessiert. Jedoch hat ein damaliger Physikprofessor Planck davon abgeraten, Physik zu studieren, da bereits alles erforscht sei und höchstens noch Verbesserungen bewerkstelligt werden könnten. Witzigerweise war es genau Planck, der den Grundstein zur Quantentheorie legte, welche heute ein integraler Bestandteil der modernen Physik ist. Dieses Beispiel verdeutlicht, wieviel Wissen es noch geben muss, was wir noch nicht entdeckt haben. Dabei ist die Physik nur ein Beispiel unter vielen und natürlich alleine für sich schon beliebig kompliziert.
Was bedeutet diese Tatsache jedoch für unsere Kinder, die mit dieser rasanten Entwicklung aufwachsen?
Unsere Kinder können mit dieser Entwicklung nur mithalten, wenn sie früh genug, aber kontrolliert mit Wissenschaft und Technologie in Kontakt kommen. Aus diesem Blickpunkt scheint die zu Anfang gemachte Feststellung gar nicht so verwerflich. Denn unsere Kinder werden es sein, die mit dieser Technologie umgehen müssen und das werden sie nur, wenn sie es früh genug lernen. Das praktisch und kontrolliert zu vermitteln, wird Aufgabe der Schulen und Eltern sein.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich nicht so früh mit Computern beschäftigt hätte, nicht schon früh mir selbst beigebracht hätte, wie man einen Computer aus seinen Bestandteilen zusammenbaut und welcher Teil für was zuständig ist, würde ich heute über ein so großes technischen Wissen verfügen? Würde ich mir heute mit Leichtigkeit neue Technologien aneignen und überhaupt noch mithalten können?

Ich bin froh, dass ich frühzeitig die Möglichkeit hatte, mich damit auseinanderzusetzen und ich bedaure diejenigen, die diese Möglichkeit nicht hatten. Wie auch immer, dieses Thema bedarf wohl einer längeren Diskussion, die somit eröffnet ist. Zum diskutieren bitte die Kommentarfunktion unten verwenden.

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Symphony of Science

Erstellt von neuronenfeuer am 20. Dezember 2010

Ich habe kürzlich ein Musikprojekt gefunden – die Symphony of Science – welches ich euch kurz vorstellen möchte.
Das Projekt wurde von John Boswell ins Leben gerufen und hat sich zum Ziel gemacht,  wissenschaftliche und philosophische Inhalte in Form von Musik wiederzugeben.

Dabei werden Videos und O-Ton aufnahmen bekannter Wissenschaftler wie Carl Sagan, Ann Druyan, and Steve Soter,
Richard Dawkins, Sam Harris und andere in musikalischer Form verarbeitet.
Auf der Website http://www.symphonyofscience.com/ kann man außerdem die Musik in Form von MP3 oder als Videos downloaden. Ich habe als Vorgeschmack auch mal zwei Videos davon hier im Blog verlinkt.

Reinhören lohnt sich!

“A new Wave of Reason”

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“The Case for Mars”

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Astronomiereihe Teil 2- Der interstellare Raum

Erstellt von neuronenfeuer am 20. Dezember 2010

Im zweiten Teil der Astronomiereihe wollen wir uns in den interstellaren Raum wagen. Der interstellare Raum ist der Raum zwischen den Sternen, also unsere Sonne und deren mittelbare und unmittelbare Nachbarschaft.

Wie weit sind die anderen Sterne denn entfernt, die wir von der Erde aus am Nachthimmel sehen können und wo befinden sich diese?

Diese Frage wird an ein paar Beispielen erläutert. Weiterhin entdecken wir Exoplaneten, das sind Planeten, die sich nicht um unsere Sonne drehen, sondern als Teil eines anderen Sternensystems um einen weit entfernten Stern kreisen.

Viel Spaß und neues Wissen mit dem zweiten Teil der Astronomiereihe!

Musik: Keala von “2012″

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Das verwendete Programm ist Celestia Version 1.6 ( kostenloser Download bei chip.de)
um die Rotationsbewegungen der Planeten und Monde zu zeigen, wurde in der Animation die Zeit zum Teil  mit dem Faktor x10000 beschleunigt.  Es wird empfohlen, das Video auf HD und in Vollbild anzuschauen.

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Begriffserklärungen:

Lichtjahr (ly):  1 ly = etwas weniger als
10 000 000 000 000 km  (10 Billionen Kilometer)

Zum Schluß des Videos bewegen wir uns mit einer Geschwindigkeit von 1 Lichtjahr / s, das wären
10 000 000 000 000 km /s oder      33,3 Millionen -fache Lichtgeschwindigkeit!

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Wissenschaftler der Menschheitsgeschichte

Erstellt von neuronenfeuer am 2. Dezember 2010

Schönen guten Abend,

als ich mich unlängst wieder etwas mit Philosophie beschäftigte und dabei natürlich auch auf einige bekannte Philosophen wie Platon und Aristoteles stieß, war mir die Idee gekommen, ich könnte mal einen Beitrag über die Wissenschaftler der Menschheitsgeschichte verfassen.

Dieses kleine Video stellt ein paar wenige, berühmte Wissenschaftler und Denker durch die Geschichte von der Antike bis zur Moderne vor. Diesen Männern und Frauen der Wissenschaft haben wir unser heutiges Wissen, unsere Aufgeklärtheit und unseren Lebensstandart zu verdanken. Wir wollen dies also mal in Ehren halten.
Wer waren diese Menschen?  Was haben sie geleistet?

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—————Musik:  Julia Ecklar – Overture———-Quelle: Quantensprünge, Condrom Verlag——————————-

Anmerkung: Aufgrund der großen Anzahl an Wissenschaftlern, die Weltbewegendes geleistet haben, haben es viele davon leider nicht in das Video geschafft. Ich möchte sie deshalb hier im Blog namentlich erwähnen.

Pythagoras ( 581 – 497 v. Chr.), experimentelle Mathematik  ;  Zhang Heng (78 – 139), erster Seismograph 123 n. Chr.

Al-Khwarizmi (786 – 850), Vater der Algebra ;  René Descartes (1596 – 1650), Mathematik, Philosophie;

Blaise Pascal (1623 – 1662), Pascal’sches Gesetz ;  Robert Hooke (1635 – 1703), Gesetz der Elastizität;

Benjamin Franklin (1706 – 1790), Elektrizitätsexperimente ;  James Watt (1736 – 1819), verbesserte Dampfmaschine

Charles de Coulomb (1736 – 1806), Coulomb’sches Gesetz ;  Allesandro Volta (1745 – 1827),  Vorläufer der Batterie;

John Dalton (1766 – 1844), Atomtheorie ;  André-Marie Ampére (1775 – 1836), Elektromagnetismus;

Amedo Avogadro (1776 – 1856), Avogadro-Gesetz ;  Johann Gregor Mendel (1822 – 1884), Vater der Genetik;

Alfred Nobel ( 1833 – 1896), Nitroglyzerin, Dynamit ;  Dmitri Mendelejew (1834 – 1907), Periodensystem;

Wilhelm Conrad Röntgen (1845 – 1923), Röntgenstrahlen ;  Thomas Edison (1847 – 1931), Glühbirne;

Graham Bell (1847 – 1922), Telegraph u. Telefon ;  Antoine-Henri Becquerel (1852 – 1908), Radioaktivität;

Marie Curie (1867 – 1934), Polonium und Radium ; Niels Bohr (1885 – 1962), Bohr’sches Atommodell;

Erwin Schrödinger (1887 – 1961), Wellengleichung ; Alan Turing (1912 – 1954), Turing-Maschine

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